Fachaufsatz: Mut zum hochdynamischen Antrieb beim präzisen Positionieren

Lineare und rotatorische Direktantriebe bieten signifikante Vorteile beim Betrieb von anspruchsvollen Positioniersystemen. Sie liefern hohe Geschwindigkeiten und Beschleunigungswerte. Zudem sind sie wartungsarm, gewähren sehr hohe Standzeiten und weisen beste Eigenschaften beim Gleichlauf und der Positioniergenauigkeit auf. Dennoch gibt es immer noch Vorbehalte beim Maschinenbau. Ein eventueller Mehraufwand bei der steuerungstechnischen Inbetriebnahme der Achsen schreckt so manchen Konstrukteur. Doch die mehr als 20-jährige Erfahrung von Föhrenbach beim Einsatz von Direktantrieben in hochpräzisen Positioniersystemen ist eindeutig: Der Einsatz lohnt sich nachhaltig, und die Inbetriebnahme gelingt durch gute Kooperation zwischen Maschinenhersteller und Positioniersystem-Experten leichter als gedacht.
Die technischen Eigenschaften von Linearmotoren und die konstruktiven Merkmale von direkt angetriebenen Positionierachsen führen zu zahlreichen positiven Eigenschaften, die die entsprechenden Positioniersysteme für besonders anspruchsvolle Anwendungen prädestinieren. Was sind das für Eigenschaften?

Wartungsarmes Maschinendesign für höchste Produktivität
Bei Direktantrieben entfallen zahlreiche mechanische Komponenten wie Getriebe, Ritzel, Zahnstangen, Spindeln, Zahnriemen und Ketten. Durch das schlanke Design der Mechanik reduziert sich der Verschleiß deutlich, was zu längeren Standzeiten der Systeme führt. Maschinenbetreiber profitieren davon durch reduzierten Wartungsaufwand und erhöhte Maschinenverfügbarkeit. Und dank der vollständigen Integration in die Maschine bieten Linearmotorachsen auch unter rauen Einsatzbedingungen besonders hohe Zuverlässigkeit. Bei hohen Taktgeschwindigkeiten sind Energieeinsparungen von bis zu 70% im Vergleich zu Spindelantrieben möglich.